Title (de)
Molekularepidemiologische Untersuchung von Isolaten des atypischen porzinen Pestivirus (APPV) aus österreichischen Schweinebetrieben
Subtitle (de)
2016-2018
Language
German
Description (de)
Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2020
Description (de)
APPV gilt seit dem Jahre 2017 auch in Österreich als wahrscheinlicher Auslöser der Myoklonia congenita Typ II und weltweit müssen Schweinebetriebe mit den dadurch entstanden wirtschaftlichen Verlusten kämpfen. Das Vorkommen beschränkt sich nicht nur auf Hausschweine, sondern kann auch bei Wildschweinen beobachtet werden. Es handelt sich hierbei um ein Pestivirus, welches der Familie der Flaviviridae zugeordnet ist. APPV wird oft mit dem umgangssprachlich als ‚Ferkelzittern‘ bezeichneten Krankheitsbild in ätiologischen Zusammenhang gebracht, welches das erste Mal vor 97 Jahren entdeckt wurde. Zu den Hauptsymptomen dieser Krankheit zählt das angeborene Zittern, welches in seiner Intensität in Ruhe abnimmt. Weiters kommt es zu einer schlechten Kolostrumaufnahme, welche sich negativ auf das Immunsystem auswirkt, und zu einer generell eingeschränkten Nahrungsaufnahme. Dieser führt wiederum zu einem schlechten Ernährungszustand der Ferkel. Auch Quetschungen oder andere Verletzungen, die während des Zitterns entstehen, können zum Tod führen. Histologisch lassen sich bei den betroffenen Tieren Veränderungen des Zentralnervensystems, vor allem im Bereich der weißen Substanz des Rückenmarks und des Stammhirns, feststellen. Für diese Diplomarbeit wurde von 20 bereits positiv getestete APPV – Proben der veterinärmedizinischen Universität Wien zuerst mittel RT – PCR ein Teil der NS5B – kodierenden Region amplifiziert, um diese nach deren Sequenzierung miteinander auf molekularepidemiologischer Ebene zu vergleichen. Dafür wurden zur graphischen Darstellung mittels CLC Main Workbench phylogenetische Bäume erstellt. Die Untersuchung zeigte, dass es sich bei APPV Stämmen aus Österreich primär um eine monophyletische Population handelt. Nur eine Probe aus dem Jahr 2018 war näher mit der Vergleichssequenz aus den Niederlanden, als mit den österreichischen Sequenzen verwandt. Als Ursache wird hier die Globalisierung in der Tierhaltung angenommen.
Description (en)
Since 2017 APPV has been a cause of myoclonia congenita type II and it is a disease of major importance to pigs in Austrian farms. It is also a worldwide disease that leads to economic losses on many pig farms. Not only domestic pigs, but also wild boars can be affected. APPV is a pestivirus and belongs to the family Flaviviridae. The affected pigs are also called “shaking piglets” and this condition was first observed 97 years ago. The main symptom of APPV is the congenital tremor in newborn piglets, which decreases in intensity at rest. Furthermore, it leads to a poor colostrum uptake, which has a negative effect on the immune system, and a generally restricted food uptake, which leads to a poor nutritional status of the piglets. Squeezing or other injuries that occur during the tremor can also lead to death. Histologically, changes in the central nervous system especially in the white matter of the spinal cord and the brain stem can be observed in the affected animals. In this diploma thesis 20 APPV positive samples of the Institute of Virology of the University of Verterinary Medicine in Vienna were analyzed. After amplification of parts of the NS5B coding region by PCR the samples were used for further sequence analysis and were compared to each other and to other sequences taken from the Genbank. For graphical representation phylogenetic trees were created. As a result, it turned out that Austrian APPV strains are, apart from one sample, monophyletic. Only one sample from 2018 was closer to the comparison sequence from the Netherlands probably caused by the globalization in animal husbandry.
AC-Number
AC15702115
Author of the digital object
Stephanie Kurz
Adviser
Christiane Riedel
Co-advisor
Kerstin Seitz
Assessor
Christiane Riedel
Andrea Ladinig
Licence Selected
Type of publication
Diploma Dissertation
Date of approbation period
2020
Pages or Volume
41 Blätter
Publication Date
2020