Title (deu)

Bestimmung des Thymolgehaltes mittels SPME-GC/MS in verschiedenen Gewebeproben nach Verfütterung von Thymol an Kaninchen

Advisor

Karin Zitterl-Eglseer

Assessor

Remigius Chizzola

Author

Gesine Karas-Räuber

Description (deu)

Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2021

Description (deu)

In der vorliegenden Arbeit wurde die Verteilung und Akkumulation von Thymol im Gewebe von Leber, Niere und Muskel nach oraler Aufnahme über das Futter beim Kaninchen untersucht. Hierfür wurde an 48 Kaninchen ein Fütterungsversuch durchgeführt. Allen Kaninchen außer den Kontrollgruppentieren wurde 21 Tage lang Thymol (250 mg/kg Futter) dem Futter beigemischt. Anschließend wurden die Kaninchen in zwei Gruppen geteilt. Die eine Gruppe wurde getötet und Gewebsproben entnommen, die andere Gruppe erhielt sieben Tage lang weiterhin nur die Basaldiät, genauso wie die Kontrollgruppentiere über den gesamten Zeitraum der Studie. Die Probengewinnung von Leber, Niere und Muskel erfolgte in der zweiten Gruppe am Tag 28. Diese Gewebsproben wurden nach einer Festphasenmikroextraktion mittels Gaschromatographie gekoppelt mit Massenspektrometrie auf ihren Thymolgehalt untersucht. Ziel der Arbeit war es, die Verteilung des Thymols in den verschiedenen Geweben nach der Zufütterung und sieben Tage nach dem Absetzen zu untersuchen. Die ermittelten Konzentrationsunterschiede lassen eine Vermutung über den Metabolismus, die Verteilung und die Ausscheidung des Thymols beim Kaninchen zu. Die höchsten Thymolkonzentrationen nach 21-tägiger Fütterung wurden im Nierengewebe gefunden mit einem Mittelwert von 313,73 ng/g DM. Die Thymolkonzentrationen des Lebergewebes zeigten eine sehr breite Streuung von 0 bis 105,85 ng/g DM. Im Muskelgewebe war nur in einer Probe eine sehr geringe Konzentration von Thymol nachweisbar. Sieben Tage nach Absetzen des Futterzusatzes zeigte sich lediglich in einer Probe des Nierengewebes eine messbare Konzentration. Man kann also davon ausgehen, dass die Ausscheidung über die Niere respektive den Urin erfolgt, wobei die Leber auch maßgeblich an der Biotransformation und Verstoffwechselung beteiligt zu sein scheint. Da es nach dem Absetzen des Futterzusatzstoffes zu einem schnellen Absinken in allen Gewebeproben kommt, scheint es zu keiner längerfristigen Akkumulation von Thymol in den in diesem Versuch untersuchten Geweben des Kaninchens zu kommen.

Description (eng)

In the present thesis, the distribution and accumulation of thymol in the tissues of liver, kidney and muscle after oral ingestion via the diet were studied in rabbits. For this purpose, a feeding experiment was performed on 48 rabbits. Thymol (250 mg/kg feed) was added to the feed of all rabbits for 21 days except the rabbits of the control groups. Following, the rabbits were divided into two groups. The first group was slaughtered and tissue samples were taken, the second group was subsequently fed with the basal diet for seven days, in the same way as the control group animals throughout the feeding trial. Samples of liver, kidney and muscle were collected in the second group at day 28. These tissue samples were analyzed for thymol content after solid phase microextraction by gas chromatography coupled with mass spectrometry. The aim of the study was to investigate the distribution of thymol in the different tissues after feeding and after withdrawal of the feed additive. The determined concentration differences allow a conjecture about the metabolism, distribution and excretion of thymol in rabbits. The highest thymol concentration at day 21 was found in the kidney with a mean of 313,73 ng/g DM. Thymol concentrations in liver tissue ranged from 0 to 105.85 ng/g DM. In muscle tissue, a very low concentration was detectable in only one sample. Seven days after withdrawal of the feed additive, only one sample of kidney tissue showed a measurable concentration of thymol. It can therefore be assumed, that excretion takes place via the kidney and urine, though the liver also seems to be significantly involved in biotransformation and metabolism. Since there is a rapid decrease of thymol in all tissue samples after withdrawal of the feed additive, it can be concluded that no long term accumulation occurs in the rabbit tissues studied in this experiment.

Object languages

German

Date

2021

Rights

© All rights reserved

Member of the Collection(s) (1)

o:72 Theses / University of Veterinary Medicine Vienna

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