Futtermittelunverträglichkeit des Hundes

welche Diagnosemöglichkeiten sind sinnvoll?

Title (de)
Futtermittelunverträglichkeit des Hundes
Subtitle (de)
welche Diagnosemöglichkeiten sind sinnvoll?
Language
German
Description (de)
Diplomarbeit - Veterinärmedizinische Universität Wien - 2022
Description (de)
Die Futtermittelunverträglichkeit des Hundes ist ein verbreitetes Problem. Sie kann sich durch kutane Veränderungen mit Juckreiz oder gastrointestinale Probleme äußern und ist eine wichtige Differentialdiagnose bei den genannten Symptomen. Zur Diagnostik wird die Eliminationsdiät mit anschließender Provokationsprobe als „Gold Standard“ herangezogen, doch inzwischen gibt es auch weitere Testverfahren, die sich als mögliche Alternative etablieren wollen. Zu diesen Alternativen zählen vor allem Untersuchungen die von einem Tierarzt/einer Tierärztin und einem Labor durchgeführt werden müssen, wie Blutuntersuchungen auf allergenspezifische Antikörper, die Lymphozytenproliferation oder oxidativen Stress, aber auch Intradermal-Tests oder Patch-Tests. Daneben gibt es auch Allergietests, die im Internet erhältlich sind und vom Tierbesitzer selbst durchgeführt werden können. Dafür müssen diese nur eine Speichel- oder Haarprobe des Hundes einschicken. Um beurteilen zu können, wie sinnvoll diese Alternativen sind, wurden diverse Studien und Artikel herangezogen und miteinander verglichen. Dabei zeigte sich, dass die Pathogenese der Futtermittelunverträglichkeit eine große Herausforderung darstellt. Da nicht immer eine Typ-I-Hypersensitivitätsreaktion zugrunde liegt, sondern in manchen Fällen eine des Typ-IV, senkt allein diese Tatsache die Aussagekraft fast aller alternativen Testverfahren. Darüber hinaus waren bei keinem der Alternativ-Tests die positiven Ergebnisse beweisend für eine Futtermittelunverträglichkeit. Bei den Tests von IgE-Antikörpern und den Patch-Test zeigten allerding die negativen Ergebnisse, eine gewisse Aussagekraft. Sie eignen sich zwar nicht dazu eine Futtermittelunverträglichkeit zu diagnostizieren, können aber eine gute Unterstützung bei der Auswahl der passenden Eliminationsdiät darstellen. Bei den Tests, die Besitzer im Internet bestellen können, handelt es sich vor allem um Speicheltest. Die Studien zu solchen Tests haben allerdings gezeigt, dass diese keine Aussagekraft besitzen. Die Untersuchung auf oxidativen Stress erwies sich als nicht spezifisch genug, zeigte jedoch, dass die Gabe von Antioxidantien eine sinnvolle Ergänzung für die Therapie darstellen kann. Die Eliminationsdiät mit anschließender Provokationsprobe bleibt also die einzige Möglichkeit eine Futtermittelunverträglichkeit sicher zu beweisen.
Description (en)
An adverse food reaction in dogs is a common problem. It can be manifested by cutaneous changes with itching or gastrointestinal problems and is an important differential diagnosis of these symptoms. The elimination trial followed by a challenge is used as the „gold standard“ for diagnostic. In the meantime, there is a growing number of alternative test methodes with growing popularity. These alternatives mainly include examinations performed by a veterinarian and a laboratory, such as blood analysis for allergen-specific antibodies, lymphocyte proliferation or oxidative stress and intradermal testing or patch testing. In addition, some tests that are available on the Internet and can be performed by the owner themselves. They only have to send in some saliva or hair of their dogs. Various studies and articles have been consulted to access the practicability of alternitve methods. It was shown that the pathogenesis of adverse food reactions is a significant challenge. Since not always a type I hypersensitivity reaction is underlying, but in some cases one of type IV, this fact alone lowers the significance of almost all alternative test methods. Furthermore, in none of the alternative tests the positiv results were conclusive for adverse food reactions. In some cases, negative results showed some significance. These tests included the detection of IgE antibodies and patch testing. While they were not suitable for diagnosing an adverse food reaction, they can be a good aid in selecting the appropriate elimination diet. The tests that owners can order on the Internet are mainly saliva tests. However, the studies on such tests have shown that they have no significance. Although testing for oxidative stress proved to be not specific enough, it showed that the supplementation of antioxidants can be a good addition to therapy. The elimination trial with subsequent challenge, therefore, remains the only way to prove an adverse food reaction.
AC-Number
AC16908543
Author of the digital object
Christine Heuchert
Adviser
Christa Horvath-Ungerböck
Assessor
Martina Patzl
Licence Selected
Type of publication
Diploma Dissertation
Pages or Volume
51 Blätter
Publication Date
2022